Air Safaris

Die Geschichte von Air Safaris

Air Safaris begann seinen Flugbetrieb 1970 in Mesopotamia, einer bekannten Schafstation im Hochland, gelegen im  Rangitata-Tal. Die junge Gesellschaft erwarb eine Lizenz für Rund- und Charterflüge und betrieb zunächst drei Jahre lang ein Passagierflugzeug für drei Personen vom Typ Cessna 180. Zu den Fluggästen zählten Wanderer, Fischer, Jäger, Fotografen und Touristen, die sich für die abgelegenen Gegenden der Aoraki / Mount Cook-Region interessierten und auf den Flügen auch mit wissenswerten Informationen versorgt wurden. 1973 erwarb das Unternehmen ein neues Flugzeug, eine Cessna 185 für fünf Fluggäste, und erweiterte sein Flugangebot für Besucher des Tekapo-Sees um die inzwischen legendäre "große Reise". Als Startbahn diente ein schmaler Grasstreifen auf der Schafstation des Mount John.

1975 hatte diese Landebahn allerdings ausgedient und Air Safaris errichtete am Lake Tekapo Fluplatz eine eigene Startbahn mit asphaltiertem Rollfeld, Hangars für die Flugzeuge und Services für die Passagiere. Eine nagelneue Cessna 206 für fünf Personen kam hinzu, 1976 eine weitere, so dass inzwischen 15 Fluggäste mitgenommen werden konnten. Als eine der ersten großen Revolutionen in diesem Bereich erwarb Air Safaris 1978 das Schweizer Modell Pilatus Turbo-Porter, ein Turbo-Prop-Flugzeug mit Kurzstarteigenschaften, das für bis zu 10 Personen ausgelegt war. Mit dieser größeren Maschine, die aber über leisere Turbinen verfügte, konnten nun mehr Passagiere bei geringerem Flugbetrieb transportiert werden - und dies bei minimaler Geräuschbelastung.

Mit dem australischen Modell GAF Nomad kam 1981 eine neue Flugzeug-Klasse in den Rundflugbetrieb der Gegend um Mount Cook. Das zweimotorige Turbo-Prop-Flugzeug für 15 Passagiere wurde zur Standardmaschine der Air Safaris. Da die Nomad dreimal so viele Fluggäste aufnehmen konnte wie eine gewöhnliche Maschine, bedeutete sie einen großen Schritt in der Minimierung von Lärm und Verkehrsbelastung in einer so sensiblen Umgebung wie der Alpenregion.

Durch die erhöhten Kapazitäten der Nomad-Flotte konnte Air Safaris Verträge über Aushilfsflüge mit den größeren Fluggesellschaften der Südinsel abschließen und begann 1991, für Air Nelson und Air New Zealand Linienflüge zwischen Timaru und Christchurch zu übernehmen. 1995 erwarb Air Safaris das in Franz Josef angesiedelte Unternehmen Westair und errichtete an der Westküste eine Startbahn mit asphaltiertem Rollfeld, den neuen Franz Josef Flugplatz.

Im Jahr 2000 setzte Air Safaris wiederum einen Akzent als Vorreiter im Bereich Umweltverträglichkeit, indem man größere und leisere Flugzeuge erwarb und die Betriebsabläufe änderte, um eine Minimierung der Lärmbelästigung zu erreichen. 2002 wurde das Unternehmen durch ein neues Marketing und die Renovierung der Büros in Lake Tekapo und Franz Josef nachhaltig modernisiert.

2009 kam eine neue GA8 Airvan mit Turbolader zu den drei Airvans mit gewöhnlichem Saugmotor hinzu. Die turbogeladene Version GA8 ist die erste, die in Neuseeland in Betrieb genommen wurde. Sie verfügt über einen Dreiblatt-Propeller, mit dem die Lärmemission der Air Safaris-Flotte noch einmal gesenkt werden konnte.